Urbane Displays und ihre Bedeutung in der Zukunft

Große elektronische Screens in urbanen Räumen sind nicht neu, aber ihre Verbreitung nimmt stark zu. Das Risiko der Nichtbeachtung durch den Passanten steigt parallel. Um die neuen Informationsflächen nicht als weitere reine Werbeflächen mittelfristig ein Schattendasein fristen zu lassen, muss der Betrachter einbezogen werden.

Große Screens in urbanen Räumen sind nicht neu, aber ihre Verbreitung nimmt stark zu. Die bereits etablierten Screens in DB- und U-Bahnhöfen bieten einen Mix aus Nachrichten, Sport, Wetterinformationen und Cartoons zwischen den Werbeblöcken, um beachtet zu werden. Die zunehmend aufkommenden digitalen Anzeigeflächen in unseren Städten werden oftmals nur als Werbefläche konzipiert und an stark frequentierten Straßen positioniert, um möglichst hohe Kontaktwerte auszuweisen.

Wir bei Extrajetzt® Public Playing bieten eine völlig andere Vision für die Nutzung und Bespielung von urbanen Screens. Damit diese mittelfristig kein Schattendasein fristen, muss das Publikum aktiviert und mit einbezogen werden. In Kombination mit anderen Medien ergeben sich viele bisher ungenutzte Chancen. Mit dem persönlichen und allzeit verfügbaren Mobiltelefon eröffnet sich beispielsweise ein Interaktionskanal und der Betrachter kann zum Benutzer werden. Wenn große, urbane Screens auf den von den Bewohnern einer Stadt genutzten Plätzen installiert werden, können diese einen Mehrwert für das soziale Leben bedeuten.

Vier Bausteine bilden die Basis für das visionäre Konzept:

1. Umgebung: Die unmittelbare Umgebung der Screens spielt eine entscheidende Rolle. Sie muss Passanten durch einen besonderen Flair zum Verweilen einladen und beispielsweise mit Grünanlagen und Sitzmöglichkeiten, wenig Autoverkehr, Cafes und Bars und freiem Internetzugang über WLAN locken. Die Screens können dann auch ideal für das Public Viewing von Großereignissen genutzt werden.

2. Plattform/Vernetzung: Eine Plattform für die urbanen Screens im Internet soll den Nutzern die Möglichkeit geben einen Teil des Programmes selbst zu organisieren und zu gestalten. Urbane Communities wie Skateboarder, Breakdancer, sonstige Interessengruppen und Vereine können sich auf der Plattform registrieren. Die Communities können sich auf eigenen Profilseiten präsentieren, miteinander diskutieren, das Programm für das nächste Treffen abstimmen und eine gemeinsame Medienbibliothek aufbauen. Unterstützende Werkzeuge für das Finden des bestmöglichsten Termins mit den Communitymitgliedern für das nächste Treffen, das Verschicken von Einladungen und das Sammeln von Vorschlägen für das Programm auf dem öffentlichen Screen mit einer Importfunktion für eigene Inhalte (Bilder, Videos und Texte), die hier gezeigt werden können schließen den Kreis.

3. Urban Communities: Die urbanen Communities können sich mit Hilfe der Plattform lokal organisieren und einen Teil ihrer Aktivitäten öffentlich mit dem Screen in der Stadt präsentieren. Die kulturelle Vielfalt einer Stadt ist für den Erfolg des Konzepts grundlegend. Beispielsweise kann sich die lokale Skateboard Community zu einem Treffen vor dem Screen über die Internetplattform verabreden. Auf dem Screen werden Fotos und Videos des letzten Monats angezeigt und mit passender Musik hinterlegt. Man skatet miteinander, hängt gemeinsam ab und ist zugleich Anlaufstelle für Anfänger und Interessierte.

4. Werbung und Sponsoren: Finanzierung und Betrieb von Screens und Internetplattform sind auch mit diesem konzeptuellen Ansatz sicher nicht ohne werbungtreibende Unternehmen denkbar. Die Vorteile für Werbungtreibende, in Abgrenzung zu den reichweitenstarken Screens an Autostraßen und Bahnhöfen sehen wir in der hohen Akzeptanz und dem öffentlichen Interesse, die ein solches Bürgermedium erreichen kann und der immersiven Nutzung durch Communities und Interessierte.

Mit dieser Vision entwickeln wir bei Extrajetzt® Public Playing interaktive Programminhalte für große Screens. Für die Erstellung interaktiver Programminhalte müssen wir die Nutzer in den Mittelpunkt stellen und ihre Anforderungen und Bedürfnisse umfassend verstehen. Das allgegenwärtige Mobiltelefon ermöglicht die bidirektionale Kommunikation der Nutzer mit dem Screen. Interaktive Spiele wie RaveSnake bieten Entertainment und ermöglichen ein Kennenlernen auf spielerische Art und Weise im oftmals durch Anonymität geprägten öffentlichen Raum.

Federation Square

Im Oktober 2008 hatten wir die Gelegenheit im Rahmen des Urban Screens Festival in Melbourne das 65m² Display auf dem Federation Square mit Public Playing zu bespielen. Der Fedsquare kommt unserer Vision eines öffentlichen Platzes der Zukunft sehr nah und Public Playing hat reichlich Spaß bereitet.

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This entry was posted by Martin Fleck on Wednesday, July 22nd, 2009 at 4:01 pm and is filed under Concept, Event, Festival, RaveSnake, Urban, Video. You can leave a response, or trackback from your own site.

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